Gute Trainer

Shownotes

Ein Zertifikat, viele Jahre Erfahrung oder eine beeindruckende Außendarstellung machen noch keinen guten Trainer. In dieser Folge spreche ich darüber, welche Kompetenzen Trainer tatsächlich benötigen, warum eine fundierte Ausbildung Zeit braucht und weshalb gute Trainer nicht einfach Antworten weitergeben, sondern Zusammenhänge verstehen und Entscheidungen begründen können.

In dieser Folge spreche ich darüber, warum ein Zertifikat noch keinen guten Trainer ausmacht, weshalb Erfahrung mehr ist als eine Anzahl von Jahren, warum Theorie und Praxis untrennbar zusammengehören, welche Fähigkeiten Trainer im Umgang mit Mensch und Hund benötigen, warum eine fundierte Trainerausbildung Zeit braucht, weshalb ich mit externen Fachreferenten arbeite

und warum gute Trainer niemals aufhören, zu lernen und sich selbst zu hinterfragen.

Denn gute Trainer erkennt man nicht daran, dass sie auf alles eine Antwort haben – sondern daran, dass sie nie aufhören, nach Antworten zu suchen.

Themen dieser Folge: Erfahrung, Wissen und Selbstreflexion Theorie und Praxis in der Trainerausbildung Kritisches Denken statt fertiger Trainingsrezepte Verantwortung gegenüber Mensch und Hund Die Grenzen kurzer Trainerausbildungen Warum Lernen für Trainer niemals endet

Mehr Informationen: Karina Kalks Sachverständige für Hunde | Autorin | Mantrail Academy Austria

Buch: „Dem Geruch auf der Spur – Geruchssinn verstehen bei Hund und Mensch“

Die Frage dieser Folge: Woran lässt sich echte Trainerkompetenz erkennen?

Transkript anzeigen

00:00:02: Die Antwort auf alles ist Geruch.

00:00:09: Ein Podcast über Geruch, Hunde und die Fragen dahinter mit Karina Kalks.

00:00:21: Einen guten Trainer erkennt man nicht daran das er auf alles eine Antwort hat sondern daran dass er nie aufhört nach Antworten zu suchen.

00:00:33: Heute möchte ich über ein Thema sprechen dass mir ganz besonders am Herzen liegt.

00:00:38: Nicht zuletzt deshalb, weil ich selbst seit vielen Jahren ManTrailing-Trainer ausbilde und mich dabei immer wieder mit einer ganz grundlegenden Frage beschäftige – was macht eigentlich einen guten ManTrailling-Trainner aus?

00:00:54: Diese Frage wird mir erstaunlich oft gestellt von Teilnehmern, von angehenden Trainern aber auch von Menschen die einfach auf der Suche nach einer guten Hundeschule oder einen passenden Trainer sind.

00:01:08: Und ehrlich gesagt finde ich diese Frage gar nicht so einfach zu beantworten, denn ein guter Trainer definiert sich für mich nicht über ein Zertifikat – Halte ich für unverzichtbar?

00:01:37: Warum glaube ich, dass Erfahrung allein noch keinen guten Trainer macht und warum ist meine eigene Trainerausbildung genau so aufgebaut wie sie aufgebaut ist.

00:01:49: Ich möchte Euch heute einfach einmal mitnehmen in meine Gedanken zu diesem Thema.

00:02:06: Wenn mich jemand fragt ob ich selbst ein guter Trainer bin dann antworte ich ganz ehrlich – ich weiß es nicht!

00:02:14: Natürlich hoffe ich, dass ich ein guter Trainer bin.

00:02:18: Ich gebe jeden Tag mein Bestes!

00:02:21: Aber ich glaube genau in diesem Satz steckt etwas ganz Wichtiges – denn in dem Moment, in dem ich überzeugt bin alles zu wissen und nichts mehr lernen zu müssen höre ich wahrscheinlich auf ein gutter Trainer zu sein.

00:02:40: In dieser Zeit durfte ich unzählige Hunde und Hundeführer begleiten.

00:02:45: Ich habe erfolgreiche Trainings gesehen, schwierige Trainings großartige Entwicklungen und auch Situationen in denen Dinge überhaupt nicht so funktioniert haben wie ich sie erwartet hätte.

00:02:57: Und genau aus diesen Situationen habe ich oft am meisten gelernt!

00:03:09: funktioniert hat?

00:03:11: Warum ein anderer nicht funktioniert hat, ob meine Einschätzung richtig war.

00:03:17: Ob ich früher hätte eingreifen sollen oder vielleicht gerade nicht.

00:03:22: Ich hinterfrage meiner Entscheidungen regelmäßig – nicht weil ich unsicher bin sondern weil ich überzeugt bin das genau dieses Hinterfragen die Grundlage dafür ist besser zu werden.

00:03:33: Erfahrung bedeutet für mich deshalb nicht dass man irgendwann alles weiß.

00:03:39: Erfahrung bedeutet Zusammenhänge schneller zu erkennen, Fehler früher wahrzunehmen, Muster zu verstehen und gleichzeitig zu akzeptieren dass jeder Hund und jedes Team wieder etwas Neues mitbringen können.

00:03:55: Ich lerne heute noch von jedem einzelnen Hund und ich lerne auch heute noch Von meinen Teilnehmern Denn Hunde lesen keine Lehrbücher.

00:04:04: Sie halten sich nicht an unsere Theorien.

00:04:07: Sie zeigen uns jeden Tag, dass wir genau hinsehen müssen und das Lernen niemals abgeschlossen ist.

00:04:16: Vielleicht ist genau das eine der wichtigsten Eigenschaften eines guten Trainers – die Bereitschaft sich selbst immer wieder zu hinterfragen!

00:04:26: Nicht aus Unsicherheit sondern aus Verantwortung Denn als Trainer tragen wir Verantwortung für die Hunde, die mit uns arbeiten Für die Menschen, die uns vertrauen und für das Wissen, dass wir weitergeben.

00:04:42: Diese Verantwortung endet nie!

00:04:57: An dieser Stelle möchte ich aber auch etwas sagen, was mir wichtig ist.

00:05:02: Manchmal hört man den Satz – Erfahrung isst nicht wichtig oder es kommt nicht darauf an wie lange jemand trellt.

00:05:10: Dem würde ich ganz klar widersprechen.

00:05:13: Ich glaube sogar, dass Erfahrung unglaublich wichtig Denn viele Dinge kann man schlicht nicht abkürzen.

00:05:20: Man kann Bücher lesen, Seminare besuchen oder wissenschaftliche Arbeiten studieren und das sollte man unbedingt auch tun.

00:05:28: aber manche Zusammenhänge versteht man erst wenn man sie über viele Jahre immer wieder erlebt hat.

00:05:35: Wie verändert sich ein Hund mit zunehmendem Alter?

00:05:38: Wir unterscheiden sich junge Hunde von erfahrenen Hunden.

00:05:42: Wie wirken sich Krankheit, Stress oder hormonelle Veränderungen auf die Sucharbeit aus?

00:05:47: Wie verändern Wetter, Thermik oder Gelände einen Trail.

00:05:51: Und wie unterschiedlich lösen verschiedene Hunde ein und dieselbe Aufgabe?

00:05:57: Je mehr Hunde man über viele Jahre begleitet, desto größer wird dieser Erfahrungsschatz!

00:06:03: Ich merke das übrigens auch bei meinen eigenen Hunden.

00:06:11: Fünf meiner Grauen habe ich selbst im Man Trailing geführt.

00:06:15: Man könnte also meinen, irgendwann kennt man diese Rasse in und auswendig!

00:06:21: Und dann kam Amari.

00:06:24: Sie stellt mich vor Herausforderungen die ich bei meinen eigenen Hunden so noch nicht erlebt habe.

00:06:31: Natürlich hilft mir meine Erfahrung.

00:06:33: sie ermöglicht es mir viele Dinge einzuordnen ruhig zu bleiben und nicht bei jedem Problem sofort alles in Frage zu stellen.

00:06:43: Aber gleichzeitig hat mir genau dieser Hund etwas gezeigt, das ich vorher trotz all meiner Erfahrung nicht wirklich nachvollziehen konnte.

00:06:52: Heute verstehe ich noch besser wie es Menschen geht, deren Hunde nicht einfach nach Lehrbuch funktionieren – die sich anstrengen, trainieren und trotzdem immer wieder vor neue Fragen gestellt

00:07:06: werden.".

00:07:08: Diese Erfahrung hätte mir kein Buch vermitteln können.

00:07:12: Und genau deshalb glaube ich, dass praktische Erfahrung so wertvoll ist – nicht weil sie uns unfehlbar macht sondern weil sie unseren Blick erweitert!

00:07:23: Ich glaube deshalb nicht das es Zufall ist wenn erfahrene Trainer bestimmte Entwicklungen oft schon sehr früher kennen.

00:07:30: Nicht weil Sie hell sehen können, sondern weil Sie ähnliche Situationen schon viele Male erlebt haben.

00:07:38: Aber – und das ist für mich der entscheidende Punkt, Erfahrung ist keine Jahreszahl.

00:07:45: Man kann zwanzig Jahre lang immer wieder dasselbe tun oder man kann sich zwanzich jahrelang weiterentwickeln.

00:07:53: Das ist ein großer Unterschied!

00:07:55: Erfahrung wird erst dann wirklich wertvoll wenn sie mit Wissen, Reflexion und der Bereitschaft verbunden sind die eigenen Überzeugungen immer wieder zu überprüfen.

00:08:07: Denn nur weil ich etwas seit vielen Jahren so mache, bedeutet das noch lange nicht dass es die beste Lösung ist.

00:08:15: Wissenschaft entwickelt sich weiter.

00:08:17: Unser Wissen über Geruch entwickelt sich auch weiter.

00:08:25: Und deshalb muss sich auch gutes Training weiterentwickeln!

00:08:29: Ich finde Erfahrung und Wissenschaft ergänzen sich dabei hervorragend.

00:08:34: Erfahrung zeigt uns dass etwas funktioniert.

00:08:38: Wissenschaft hilft uns zu verstehen, warum es funktioniert oder manchmal eben auch, warum etwas das wir lange für richtig gehalten haben vielleicht doch anders erklärt werden muss.

00:08:51: Für mich gehören deshalb drei Dinge untrembar zusammen Erfahrung Fundiertes Wissen und die Bereitschaft des eigene Handeln immer wieder kritisch zur Hinterfragen.

00:09:05: Erst aus dieser Kombination entsteht für mich wirkliche Kompetenz.

00:09:22: Wenn ich all das für wichtig halte, stellt sich natürlich die nächste Frage – wie bildet man Trainer eigentlich aus?

00:09:30: Oder anders gesagt was muss eine Trainerausbildung vermitteln damit am Ende nicht einfach Menschen mit einem Zertifikat nach Hause gehen sondern Trainer die eigenständig denken und verantwortungsvoll arbeiten können?

00:09:45: Diese Frage beschäftigt mich seit vielen Jahren und sie ist der Grund, warum meine Trainerausbildung so aufgebaut ist wie sie aufgebaut isst.

00:09:55: Mein Ziel war nie möglichst viele Trainingsrezepte zu vermitteln.

00:09:59: Rezepten helfen oft nur solange bis etwas anders läuft als erwartet Und das passiert im Man Trailing ständig.

00:10:09: Jeder Hund ist anders jeder Mensch ist anders jedes Gelände und jede Witterung ist anders.

00:10:15: Deshalb möchte ich meinen Teilnehmern vor allem eines vermitteln, Verständnis.

00:10:21: Denn wer versteht warum ein Hund etwas tut braucht deutlich weniger starre Regeln.

00:10:28: Wer Zusammenhänge erkennt kann Entscheidungen treffen und genau das wünsche ich mir von einem guten Trainer.

00:10:36: Aus diesem Grund besteht meine Trainerausbildung aus drei gleich wichtigen Bereichen.

00:10:41: Die erste Bereich ist die Arbeit mit dem eigenen Hund.

00:10:45: Ich finde, jeder Trainer sollte selbst erleben wie es sich anfühlt wenn etwas nicht funktioniert.

00:10:52: Wie sich Unsicherheit anfühlen.

00:10:54: Wie man Fehler macht sie korrigiert und gemeinsam Lösungen entwickelt.

00:10:59: Nur wer diesen Weg selbst gegangen ist kann später andere Teams wirklich verstehen.

00:11:05: Der zweite Bereich ist für mich fast noch wichtiger Die Arbeit mit Kundenhunden Denn seinen eigenen Hund zu führen und andere Teams anzuleiten sind zwei völlig unterschiedliche Fähigkeiten.

00:11:19: Als Trainer muss ich beobachten können, ich muss analysieren können Ich muss erkennen wann ich eingreifen sollte Und wann gerade nicht!

00:11:29: Ich muss erklären können – und ich muss Entscheidungen begründen können.

00:11:34: Das lernt man nicht indem man nur den eigenen Hund trägt.

00:11:39: Deshalb arbeiten meine Teilnehmer während der Ausbildung regelmäßig mit fremden Hunden und ihren Hundeführern, denn genau dort entsteht die eigentliche Trainerkompetenz.

00:11:53: Die dritte Säule ist die Theorie – und ja sie ist umfangreich ganz bewusst!

00:12:00: Denn ich bin überzeugt dass ein Trainer mehr verstehen muss als nur Man Trailing.

00:12:05: wir beschäftigen uns mit Geruch- und Geruchsentstehung Mit Anatomie und Physiologie der Hundenase, mit Thermik- und Witterung.

00:12:14: Mit Lernverhalten.

00:12:16: Mit Ethologie, Neurobiologie... ...und mit Trainingsplanung!

00:12:21: Und natürlich mit den wissenschaftlichen Grundlagen des MenTrailings.

00:12:25: Mir geht es dabei aber nie darum dass jemand möglichst viele Fachbegriffe auswendig lernen kann.

00:12:32: Ich möchte das Zusammenhänge verstanden werden.

00:12:36: Warum lernt ein Hund überhaupt?

00:12:39: Warum funktioniert Verstärkung?

00:12:42: Welche Rolle spielt Stress?

00:12:44: Warum verändert Kontextverhalten?

00:12:48: Warum beeinflusst Thermik einen Trail?

00:12:51: Wer diese Zusammenhänge versteht, trifft später bessere Entscheidungen.

00:12:57: Und darum geht es mir!

00:13:00: Ich wünsche mir übrigens auch keine Trainer die später einfach mich kopieren – ich wünsche mehr Trainer, die selbst denken… Die Beobachtungen hinterfragen, die wissenschaftliche Erkenntnisse einordnen können und die den Mut haben eigene Entscheidungen zu treffen und diese fachlich zu begründen.

00:13:20: Denn genau das macht aus meiner Sicht einen guten Trainer aus!

00:13:27: Und deshalb unterrichte ich auch nicht alles selbst – Ich halte nichts davon so zu tun als könnte eine einzelne Person jedes Fachgebiet gleichermaßen abdecken.

00:13:37: Es gibt Menschen die auf ihrem Spezialgebiet deutlich mehr wissen als ich.

00:13:43: Und genau von diesen Menschen sollen meine Teilnehmer lernen!

00:13:48: Seit der ersten Trainerausbildung gehören deshalb externe Referenten ganz selbstverständlich dazu.

00:13:54: Udo Ganzloser begleitet unsere Ausbildung seit vielen Jahren und seine Vorträge gehören für viele Teilnehmer regelmäßig zu den Highlights.

00:14:04: Den erste Hilfebereich übernimmt eine Tierärztin und je nach Thema ergänzen weitere Spezialisten die Ausbildung.

00:14:12: Ich finde, das gehört zu einer guten Ausbildung – nicht alles selbst machen zu wollen, sondern den Teilnehmern den bestmöglichen Zugang zur Wissen zu ermöglichen!

00:14:38: wird auch die richtigen Antworten finden.

00:14:41: Und deshalb sehe ich manche Entwicklungen der letzten Jahre durchaus kritisch.

00:15:00: Es gibt Entwicklungen, die mich in den letzten Jahren zunehmend nachdenklich machen.

00:15:06: Ich habe den Eindruck dass Trainerausbildungen immer kürzer werden.

00:15:11: Teilweise reichen heute schon wenige Wochenenden aus um sich Trainer nennen zu dürfen.

00:15:17: Für mich persönlich wäre das nicht ausreichend Nicht weil ich glaube, dass Lernen besonders lange dauern muss.

00:15:25: Sondern weil Ich glaube das bestimmte Dinge einfach Zeit brauchen.

00:15:30: Erfahrung braucht Zeit.

00:15:33: Reflexion braucht Zeit und auch das Verknüpfen von Theorie und Praxis braucht seine Zeit.

00:15:41: Was mir außerdem häufig fehlt ist eine fundierte theoretische Ausbildung.

00:15:46: Mantrelling besteht eben nicht nur aus dem Legen-und-Laufen von Trails.

00:15:52: Ein guter Trainer sollte verstehen, wie Hunde lernen.

00:15:56: Er sollte die Grundlagen des klassischen und operanten Lernens kennen – er sollte wissen, wie Motivation entsteht, welche Auswirkungen Stress auf Verhalten hat und warum Kontextlernen beeinflusst!

00:16:10: Er sollte zumindest die wichtigsten Grundlagen der Ethologie kennen.

00:16:14: Er sollte verstehen, Wie Geruch entsteht?

00:16:17: Wie Thermik- und Witterung einen Trail verändern und welche biologischen und neurobiologischen Prozesse im Hund ablaufen.

00:16:26: Denn genau diese Zusammenhänge entscheiden später darüber, ob ein Trainer Verhalten richtig einordnen und sinnvolle Trainingsentscheidungen treffen kann.

00:16:38: Je mehr ich mich in den vergangenen Jahren wissenschaftlich mit diesen Themen beschäftigt habe, desto mehr ist mir bewusst geworden wie eng all diese Bereiche miteinander verbunden

00:16:48: sind.".

00:16:50: Mantrailing ist eben nicht nur Mantrailling.

00:16:53: Es ist Biologie, Physik, Lernpsychologie, Ethologie, Neurobiologie.

00:17:02: Je mehr ich lerne, desto größer wird mein Respekt vor der Komplexität unserer Arbeit und vor all dem was ich noch nicht weiß.

00:17:13: Und deshalb reicht es aus meiner Sicht nicht aus ausschließlich über Trails zu sprechen.

00:17:19: Ein weiterer Punkt beschäftigt mich ebenfalls.

00:17:22: Ich sehe immer häufiger, dass Menschen Trainer ausbilden, obwohl sie selbst erst vergleichsweise kurze Zeit trälen – natürlich sagt eine Jahreszahl allein nicht über Kompetenz aus!

00:17:35: Aber ich glaube, bevor man beginnt Trainer auszubilden sollte man selbst über viele Jahre unterschiedlichste Hunde, Teams und Situationen begleitet haben….

00:17:47: Denn Trainer auszubilden bedeutet noch einmal eine ganz andere Verantwortung als Hunde auszubilde.

00:17:56: Und noch sensibler wird es für mich, wenn Seminare oder Ausbildungen für Einsatzteams angeboten werden ohne das eigene Einsatzerfahrung vorhanden ist.

00:18:05: Ich meine damit nicht dass jeder Trainer unzählige Realeinsätze erlebt haben muss aber ich finde Wer Einsatzteams schult, sollte wissen wie sich ein realer Einsatz anfühlt.

00:18:19: Wie Entscheidungen unter Zeitdruck getroffen werden?

00:18:22: Welche organisatorischen Abläufe dazugehören?

00:18:26: Welcher Verantwortung ein Hundeführer trägt und welche psychische Belastung entstehen kann?

00:18:33: Diese Erfahrungen lassen sich aus meiner Sicht nur begrenzt theoretisch vermitteln!

00:18:39: Das alles sage ich übrigens nicht, um andere schlecht zu reden.

00:18:43: Jeder kann seine Ausbildung so gestalten wie er es für richtig hält!

00:18:48: Ich spreche heute ausschließlich darüber welchen Anspruch ich selbst an eine Trainer-Ausbildung habe und warum ich überzeugt bin dass wir Trainer eine große Verantwortung tragen gegenüber den Hunden, den Hundeführern und letztlich auch gegenüber dem Wissen das Wir

00:19:07: weitergeben.".

00:19:22: Vielleicht ist genau das der eigentliche Mythos, dass man einen guten Trainer an einem Zertifikater kennt.

00:19:29: An der Anzahl der absolvierten Seminare – an Titeln oder einer besonders beeindruckenden Außendarstellung?

00:19:39: Ich glaube Qualität zeigt sich ganz woanders!

00:19:43: Sie zeigt sich darin wie sorgfältig jemand arbeitet Wie ehrlich er mit seinem eigenen Wissen umgeht wie respektvoll er Hunde und Menschen behandelt.

00:19:55: Und ob er bereit ist, sich selbst immer wieder zu hinterfragen?

00:20:00: Für mich endet Lernen nie!

00:20:02: Ganz egal, wie viele Jahre ich bereits trälen darf – ganz egal, Wie viele Hunde ich bereits ausgebildet habe – ganzegal, wie viel Trainer ich bereits begleiten durfte.

00:20:15: Jeder Hund bringt mich dazu neu hinzusehen.

00:20:19: Jeder Teilnehmer stellt Fragen über die ich manchmal selbst noch etwas nachdenken muss.

00:20:26: Und jede neue wissenschaftliche Erkenntnis erweitert meinen Blick ein Stück mehr.

00:20:32: Deshalb freue ich mich jedes Mal auf eine neue Trainerausbildung, nicht weil ich glaube dass ich dort alles lernen werde sondern weil ich weiß das auch ich wieder etwas lernen werde.

00:20:45: vielleicht ist das das schönste an dieser Ausbildung?

00:20:50: Dass man niemals fertig ist.

00:20:53: Und ehrlich gesagt hoffe ich auch, dass ich dieses Gefühl nie verliere.

00:20:58: Denn ich wünsche mir, dass meine Teilnehmer am Ende nicht nur bessere Trainer werden sondern Menschen die neugierig bleiben, die Fragen stellen, die kritisch denken und die niemals aufhören zu lernen.

00:21:13: Für mich ist das die Grundlage echter Qualität!

00:21:18: Wenn ich in den vergangenen mehr als zwanzig Jahren eines gelernt habe Dann dieses.

00:21:24: Gute Trainer erkennt man nicht daran, dass sie auf alles eine Antwort haben sondern daran das Sie nie aufhören nach Antworten zu suchen.

00:21:37: Ich bin Karina Kalks und das war die Antwort auf Alles ist Geruch.

00:21:43: Die Frage bleibt.

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