Mut zur Wahrheit
Shownotes
Machen doppelblinde Trainings Hunde wirklich kaputt? Oder zeigen sie vor allem ehrlich, wie selbstständig ein Hund arbeitet – und wie gut wir Menschen mit Unsicherheit und Scheitern umgehen können?
In dieser Folge geht es darum, wann Doppelblind sinnvoll ist, wo Überforderung entstehen kann und weshalb es besonders für Einsatzteams unverzichtbar bleibt. Denn der reale Einsatz ist immer doppelblind.
Auch in meinem Buch "Dem Geruch auf der Spur" beschäftige ich mich damit, wie menschliches Vorwissen die Arbeit des Hundes beeinflussen kann.
Themen dieser Folge: Sinn und Grenzen doppelblinder Trainings Selbstständigkeit und tatsächliche Suchleistung Unbewusste Hilfen durch den Menschen Frustration, Überforderung und Scheitern Unterschiede zwischen Hobby- und Einsatzteams Ehrliche Reflexion statt perfekter Trails
Mehr Informationen: Karina Kalks Sachverständige für Hunde | Autorin | Mantrail Academy Austria
Buch: „Dem Geruch auf der Spur – Geruchssinn verstehen bei Hund und Mensch“
Die Frage dieser Folge: Macht Doppelblind wirklich den Hund kaputt – oder trifft die Wahrheit vor allem unser Ego?
Transkript anzeigen
00:00:01: Die Antwort auf alles ist Geruch.
00:00:08: Ein Podcast über Geruch, Hunde und die Fragen dahinter mit Karina Kalks.
00:00:21: Der erste Grundsatz lautet Du darfst dich nicht selbst täuschen Und du selbst bist der Mensch den du am leichtesten täuschen kannst.
00:00:34: Doppelblinde Trainings machen Hunde kaputt.
00:00:37: Diesen Satz höre ich erstaunlich oft.
00:00:41: Nicht nur von Menschen, die Man-Trailing als Hobby betreiben sondern auch von Hundeführern aus dem Einsatzbereich.
00:00:50: Manche lehnen doppelblinde Trails grundsätzlich ab sie seien unfair würden Hunde verunsichern frustrieren oder ihnen sogar die Freude an der Arbeit nehmen.
00:01:02: und Ich gebe zu einen Teil dieser Bedenken kann ich durchaus nachvollziehen.
00:01:09: Denn natürlich kann man einen Hund in einem doppelblinden Training überfordern, man kann ihm eine Aufgabe stellen die zu lang, zu schwierig oder für seinen Ausbildungsstand vollkommen ungeeignet ist.
00:01:24: Man kann ihn orientierungslos arbeiten lassen obwohl er noch gar nicht verstanden hat welche Aufgabe er lösen soll und man kann einer nicht erfolgreichen Trail einfach abbrechen ohne anschließend zu analysieren, was eigentlich passiert ist.
00:01:43: All das kann einem Hund schaden aber dann ist nicht das Doppelblind-Setting das Problem.
00:01:51: Das Problem ist schlechtes Training.
00:02:06: Was bedeutet doppelblind überhaupt?
00:02:09: Bei einem doppelblinden Trail kennt weder der Hundeführer noch die unmittelbar begleitende Person den Verlauf der Spur.
00:02:17: Beide wissen nicht wo die Verstecksperson gegangen ist, welche Entscheidungen richtig sind und wo sie sich befindet.
00:02:26: Damit unterscheidet sich Doppelblind wesentlich von einem einfach verblindeten Trail.
00:02:32: Dort kennt der Hundeführer den Verlauf zwar nicht der Trainer oder die begleitende Person jedoch schon.
00:02:38: Sie kann eingreifen Rückmeldung geben oder zumindest erkennen ob das Team noch richtig arbeitet.
00:02:45: Im doppelblinden Setting fällt auch diese Sicherheit weg.
00:02:49: Niemand beim Hund kennt die Lösung und genau deshalb zeigt sich dort besonders deutlich, wie selbstständig der Hund arbeitet – und wie selbständig der Mensch ihn arbeiten lassen kann.
00:03:04: Natürlich beginne ich mit einem Hund nicht sofort doppelblind!
00:03:08: Ein Hund muss zunächst verstehen worum es in diesem Spiel überhaupt geht.
00:03:13: Er muss lernen einen angebotenen Geruch aufzunehmen, diesen Geruch in der Umwelt wiederzufinden und ihm zu folgen.
00:03:43: Nicht jedes Zögern sofort zu korrigieren, nicht jede Richtungsänderung zu kommentieren und nicht ständig eine vermeintliche Lösung vorzugeben.
00:03:54: Dieser Aufbau braucht Unterstützung – deshalb ist Doppelblind kein Basis-Training!
00:04:01: Aber sobald ich das Gefühl habe dass ein Team das Prinzip der Aufgabe verstanden hat beginne ich bewusst früh mit ersten kurzen doppelblinden Trails Nicht über große Distanzen, nicht unter möglichst schwierigen Bedingungen und nicht mit dem Anspruch beweisen zu müssen was dieses Team bereits alles kann.
00:04:23: Sondern kurz, lösbar und dem Ausbildungsstand entsprechend!
00:04:29: Der Übergang zur doppelblinden Arbeit sollte kein Sprung ins kalte Wasser sein.
00:04:35: er sollte einen sinnvoll aufgebauter nächster Schritt sein.
00:04:51: Doppelblind nimmt uns Menschen etwas dass wir im Training sehr häufig haben.
00:04:57: Wissen Wir kennen plötzlich nicht mehr die richtige Richtung, wir wissen nicht ob der Hund gerade exakt auf der Spur arbeitet einer Verlagerung folgt oder die Spur verloren hat.
00:05:11: Wir können seine Entscheidung nicht mehr mit unserem Wissen über den Verlauf vergleichen.
00:05:17: damit fällt auch jede Möglichkeit weg bewusst oder unbewusst zu helfen.
00:05:22: Kein Nachkoregieren an einer Kreuzung, kein Zögern weil der Trainer plötzlich langsamer wird?
00:05:30: Keiner leichterndes Weitergehen weil der Hund gerade die richtige Richtung eingeschlagen hat.
00:05:35: Kein Blick zur Begleitperson der uns verrät ob wir noch richtig sind und kein feines Lenken über leine Körperhaltung Tempo oder Erwartungen übrig bleibt.
00:05:49: das worauf es tatsächlich ankommt Die Arbeit des Hundes.
00:05:54: Das klingt zunächst einfach.
00:05:57: Tatsächlich ist es für viele Menschen ausgesprochen schwierig, denn Doppelblind zu arbeiten bedeutet eine Zeit lang keine Kontrolle über die Lösung zu haben.
00:06:07: Ich muss meinem Hund folgen obwohl ich nicht weiß ob seine Entscheidung richtig ist.
00:06:17: Und ich muss unterscheiden lernen zwischen einem Eingreifen aus Verantwortung für meinen Hund und einem Eengreifen, das nur meine eigenen Nervosität beruhigen soll.
00:06:29: Im doppelblinden Training wird sichtbar wie ein Hund tatsächlich gelernt hat zu arbeiten.
00:06:36: Folgt er selbstständig den Geruchsinformationen?
00:06:40: Kann er Entscheidungen treffen auch wenn vom Menschen keine Bestätigung kommt?
00:06:45: Oder orientiere sich immer wieder nach hinten und fragt dort nach einer Lösung.
00:06:51: Vielleicht hat er gelernt, dass ein bestimmtes Leinengefühl bedeutet – diese Richtung stimmt!
00:06:58: Vielleicht reagiert er auf minimale Veränderungen im Tempo?
00:07:02: Vielleicht wartet er an Kreuzungen so lange bis der Mensch unbewusst eine Richtung bevorzugt?
00:07:09: Solche Hilfen müssen keineswegs absichtlich gegeben werden.
00:07:13: Menschen senden Fortwehrensignale, auch dann wenn sie fest davon überzeugt sind neutral zu bleiben.
00:07:22: Wenn jemand beim Team den Verlauf kennt kann ein Trail deshalb besser aussehen als die selbstständige Leistung des Hundes.
00:07:29: tatsächlich ist Das bedeutet nicht automatisch dass jemand betrügt.
00:07:35: meist geschieht es vollkommen unbewusst.
00:07:38: Für die Beurteilung der Suchleistungen bleibt das dennoch entscheidend Und manchmal zeigt sich Doppelblind, dass ein Hund bisher wesentlich mehr Unterstützung durch die Menschen erhalten hat als allen Beteiligten bewusst war.
00:07:54: Das kann unbequem sein!
00:07:57: Aber es ist eine wichtige Information.
00:08:00: Der Hund wurde dadurch nicht im doppelblinden Training verunsichert – das Setting hat lediglich sichtbar gemacht wie sehr die bisherige Arbeit von menschlicher Unterstützung abhängig.
00:08:12: Die richtige Konsequenz besteht dann nicht darin, Doppelblind grundsätzlich abzulehnen.
00:08:19: Sie besteht darin im Training einige Schritte zurückzugehen und die Selbstständigkeit des Hundes gezielt aufzubauen.
00:08:28: Denn doppelblind macht Selbständigkeit zunächst sichtbar.
00:08:33: Unterstützen kann es ihrer Entwicklung nur dann wenn kurze angemessen aufgebaute Aufgaben sinnvoll in das Training integriert und anschließend sorgfältig ausgewertet werden.
00:08:58: Das bedeutet nicht, dass wir einen Hund im Namen der Selbstständigkeit beliebig lange erfolglos arbeiten lassen sollten!
00:09:06: Ein doppelblinder Trail darf kein Experiment nach dem Motto sein – Wir schauen einmal wie lange der Hund durchhält?
00:09:15: Jemand muss den Trail geplant und dokumentiert haben.
00:09:19: Die Aufgabe muss zum Ausbildungsstand des Teams passen.
00:09:23: Es braucht klare Kriterien dafür, wann weitergearbeitet und wann abgebrochen wird.
00:09:31: Und nach dem Trail muss eine fundierte Analyse möglich sein Denn aus der Information gefunden oder nicht gefunden lernen wir noch sehr wenig.
00:09:42: Interessant ist der Weg zum Ergebnis.
00:09:45: Wo arbeitet der Hund?
00:09:47: Nachvollziehbar!
00:09:49: Wo begann die Unsicherheit?
00:09:51: Gab es einen Punkt, an dem er die Geruchsinformation vermutlich verlor?
00:09:57: und hätten wir diese Veränderungen während des Trails überhaupt richtig eingeschätzt?
00:10:04: Ein nicht erfolgreich beendeter Trail kann sehr gute Arbeit enthalten.
00:10:08: Umgekehrt kann ein Fund das Ergebnis einer Kette aus Zufällen menschlichen Hilfen oder erlernten Orientierungsmustern sein.
00:10:19: Der Fund allein beweist noch keine gute Suchleistung.
00:10:24: Und ein Nichtfund beweist noch keiner schlechte.
00:10:28: Erst die sorgfältige Auswertung macht aus einem doppelblinden Trail, ein wertvolles Training.
00:10:36: Für mich liegt ein wesentlicher Unterschied zwischen dem Hund im Hobbybereich und einem Einsatzhund nicht in der grundsätzlichen Art der Nasenarbeit.
00:10:46: Beide sollen einen individuellen Geruch aufnehmen, differenzieren Und verfolgen.
00:10:55: Der Unterschied liegt vor allem in den Anforderungen, die wir an das Team stellen.
00:11:00: Dazu gehört auch der Umgang mit Frustration und einem nicht erreichbaren Ziel.
00:11:07: Ein Hund im Hobbybereich darf – und muss nach einer schwierigen oder nicht erfolgreichen Aufgabe gezielt aufgefangen werden!
00:11:15: Ich kann eine kurze lösbare Aufgabe anschließen Im Sicherheit geben und das Training so gestalten, dass er mit einer positiven Erfahrung nach Hause geht.
00:11:26: Das ist vollkommen legitim!
00:11:29: Im Hobbybereich muss kein Hund auf mögliche Einsatzrealitäten vorbereitet werden.
00:11:35: Bei einem Einsatzhund sieht das anders aus – Er muss damit umgehen können, da seine Suche nicht immer bei der vermissten Person endet.
00:11:45: Vielleicht lässt sich die Spur nicht mehr nachvollziehbar weiterverfolgen.
00:11:50: Vielleicht sprechen neue Informationen gegen eine Fortsetzung?
00:11:54: Vielleicht entscheidet die Einsatzleitung, die Suche abzubrechen oder vielleicht war die vermisste Person niemals an dem angenommenen Ausgangspunkt?
00:12:05: Ein Einsatzhund muss einen solchen Abbruch bewältigen können und beim nächsten Einsatz dennoch wieder motiviert konzentriert und klar starten!
00:12:15: Diese Fähigkeit entsteht nicht dadurch, dass wir im Training permanent misserfolge produzieren.
00:12:22: Sie entsteht durch einen sorgfältigen Aufbau von Selbstständigkeit, Belastbarkeit und angemessener Frustrationstoleranz.
00:12:32: Der Hund soll nicht lernen das seine Arbeit ständig ins Leere führt aber er muss lernen können, mit einer Bestätigung durch die gesuchte Person endet.
00:12:58: Nicht jeder Trail kann erfolgreich beendet werden, dafür gibt es unzählige Gründe.
00:13:04: Die Ausgangsinformationen können falsch sein – die Bedingungen können die Aufgabe erschweren.
00:13:10: Der Hund kann einen schlechten Tag haben der Mensch kann eine entscheidende Veränderung übersehen oder falsch interpretieren Und manchmal wissen wir auch nach einer sorgfältigen Analyse nicht mit Sicherheit, weshalb ein Team nicht zum Ziel gekommen ist.
00:13:28: Wäre jede Suche zuverlässiger erfolgreich sehen die Erfolgsquoten im realen Einsatz deutlich anders aus.
00:13:37: Gerade deshalb halte ich doppelblinde Trainings insbesondere im Einsatzbereich für unverzichtbar.
00:13:44: Sie überprüfen ob der Hund die Aufgabe selbstständig lösen kann Und ob der Hundeführer bereit ist, ihm diese Selbstständigkeit zuzugestehen.
00:13:54: Denn der reale Einsatz ist immer doppelblind!
00:13:59: Niemand kennt den tatsächlichen Weg der vermissten Person – niemand kann dem Hundeförer an einer Kreuzung sagen welche Richtung richtig ist.
00:14:08: Niemand weiß mit Sicherheit, ob und wo die Person gefunden werden kann.
00:14:14: Wer sich dieser Unsicherheit im geschützten Rahmen eines Trainings grundsätzlich nicht stellen möchte, sollte deshalb kritisch hinterfragen, ob ein Einsatz unter realen Bedingungen verantwortungsvoll möglich ist.
00:14:29: Nicht als Vorwurf sondern als Frage der Qualität und der Verantwortung.
00:14:38: Doppelblind ist keine eigene Trainingsphilosophie.
00:14:41: Es setzt keinen sorgfältigen Aufbau und beweist auch nicht, dass ein Trainer besonders anspruchsvoll arbeitet.
00:14:51: Doppelblind ist zunächst nur ein Setting.
00:14:55: Richtig eingesetzt ist es jedoch ein außerordentlich wertvolles Diagnose-und Prüfwerkzeug.
00:15:03: Es zeigt was bereits stabil funktioniert.
00:15:07: Es zeigt aber ebenso deutlich wo der Hund noch Unterstützung braucht, wo der Mensch unbewusst Einfluss nimmt und welche Trainingsziele noch nicht erreicht wurden.
00:15:19: Damit liefert es uns etwas, das für jede ernsthafte Ausbildung unverzichtbar ist – ein möglichst unverfälschtes Bild des aktuellen Leistungsstandes.
00:15:33: mit der Frage wie stark menschliches Vorwissen die Arbeit eines Hundes beeinflussen kann für eine realistische Leistungsbeurteilung so wichtig sind, beschäftige ich mich auch ausführlich in meinem Buch «Dem Geruch auf der Spur».
00:15:52: Entscheidend ist allerdings ob wir bereit sind dieses Bild auch anzusehen.
00:16:11: Wen trifft das Scheitern wirklich?
00:16:15: Vielleicht liegt genau hier der eigentliche Grund weshalb doppelblinde Trainings so häufig abgelehnt werden – dass Scheittern trifft oft nicht den Hund am stärksten.
00:16:27: Es trifft den Menschen.
00:16:30: Doppelblind nimmt uns die Möglichkeit, einen Trail durch unser Wissen mitzugestalten – es konfrontiert uns mit Unsicherheit!
00:16:39: Es zeigt uns vielleicht dass unser Hund noch nicht dort steht wo wir ihn gesehen haben oder das wir selbst Stärke eingreifen als wir bisher wahrhaben wollten.
00:16:51: Das kann unangenehm sein vor allem dann, wenn wir einen bestimmten Anspruch an uns selbst haben.
00:16:58: Wenn wir bereits lange trainieren – wenn wir uns für erfahren halten oder wenn wir mit unserem Hund im Einsatz arbeiten und deshalb glauben, bestimmte Leistungen zeigen zu müssen.
00:17:12: Doch ein nicht erfolgreicher Doppelblinder-Trail ist keine persönliche Niederlage!
00:17:18: Er ist eine Information.
00:17:21: Problematisch wird es erst, wenn wir diese Information nicht nutzen.
00:17:26: Wenn wir Erklärungen suchen die ausschließlich außerhalb des Teams liegen.
00:17:32: Wenn immer die Witterung, die Umgebung der Trailleger oder das Setting-Schuld sind.
00:17:39: Oder wenn wir doppelblind grundsätzlich ablehnen weil wir das Ergebnis nicht kontrollieren können dann schützen wir möglicherweise nicht unseren Hund.
00:17:51: Dann schützen wir unser Selbstbild.
00:17:55: Lernen entsteht nicht durch eine endlose Reihe perfekter Trails, lernen entsteht durch Beobachtung, Analyse und die Bereitschaft Konsequenzen aus dem Beobachtetem zu ziehen.
00:18:11: Vielleicht muss die nächste Aufgabe kürzer werden?
00:18:14: Vielleicht braucht der Hund mehr Erfahrung mit Richtungsentscheidungen?
00:18:19: Vielleicht muss der Mensch lernen an schwierigen Stellen länger abzuwarten.
00:18:24: Vielleicht muss gezielt daran gearbeitet werden, dass der Hund sich weniger nach hinten orientiert oder vielleicht zeigt die Auswertung das der Hund sehr gut gearbeitet hat und das nicht seine Nase sondern unsere Interpretation das eigentliche Problem war.
00:18:44: All das können wir nur erkennen wenn wir bereit sind uns einer Situation zu stellen deren Lösung Wir vorher nicht kennen.
00:19:05: Doppelblind macht Hunde nicht kaputt.
00:19:09: Schlecht geplantes, unangemessen schwieriges und unreflektiertes Training kann Hunde überfordern.
00:19:16: Das gilt aber für jede Trainingsform.
00:19:19: Gut aufgebautes Dom-Doppelblindestraining macht die Selbstständigkeit des Hundes sichtbar – es zeigt ob er die Aufgabe wirklich verstanden hat!
00:19:31: Es deckt menschliche Einflussnahme auf und gibt uns ein möglichst unverfälschtes Bild des tatsächlichen Leistungsstandes.
00:19:41: Für Hobbyhunde sollte es kurz, fair und dem jeweiligen Ausbildungsstand angepasst eingesetzt werden – für Einsatzhunde ist das unverzichtbar!
00:19:53: Denn wir können einen Hund nicht auf eine Realität vorbereiten in der niemand die Lösung kennt Wenn wir ihm im Training diese Lösung ständig unbewusst vorgeben, vielleicht ist doppelblind deshalb weniger eine Gefahr für unsere Hunde als eine Herausforderung für unser Ego.
00:20:14: Aber wenn wir bereit sind, diese Herausforderung anzunehmen kann genau darin ein entscheidender Entwicklungsschritt liegen – nicht weil plötzlich jeder Trail gelingt sondern weil wir endlich erkennen können Woran wir wirklich arbeiten müssen.
00:20:32: Ich bin Karina Kalks und das war die Antwort auf Alles ist Geruch.
00:20:39: Die Frage bleibt
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